Kinderfußballtage

  • Das Hauptaugenmerk unseres Vereines liegt auf der Veranstaltung von Kinderfußballtagen in Kinderheimen, Feriendörfern und an Schulen. 

  • Dieses mit dem Ziel, die Kinder -vor allem aus sozial schwachen Familien oder aus einem Umfeld mit Migrationshintergrund- beim Aufbau sozialer Kontakte zu unterstützen.

    Im Rahmen eines Kinderfußballtages erhalten Kinder völlig kostenlos einen Tag lang ein Training unter Anleitung von professionellen Trainern bekannter Fußballschulen aus ganz Deutschland. Das Training beinhaltet sowohl spezielle Koordinationsübungen wie bei den Stars, als auch Übungen für den alltäglichen Sportunterricht an den Schulen. Dabei ist den Trainern vor allem die Balance zwischen Spass und Disziplin wichtig. Nach dem Training findet jeder Kinderfußballtag seinen Abschluss in Form eines kleinen Turniers. 

  • Das Projekt wird durch lokale Sponsoren und aus Finanzmitteln des Vereins finanziert. Meist ist es sogar noch möglich, jedem Kind ein Trikot zu schenken. Darüber hinaus bleiben gesponserte Fußbälle meistens an den jeweiligen Schulen und stehen anschließend für den Sportunterricht zur Verfügung – öffentliche Gelder müssen entsprechend hierfür nicht mehr aufgewendet werden.

    Von der Vorbereitung bis zur Durchführung

    Kontaktaufnahme

    zwischen dem Kinderdorf oder der Schule und CHILDeMOTION e.V.

    Festlegung eines Termins

    (mindestens sechs Wochen Vorlaufzeit). Da der Tag für die Schule oder das Kinderdorf kostenlos ist, werden wir versuchen den Tag mit Sponsoren auch im Umkreis Ihrer Schule zu refinanzieren. Ein DIN A2-Plakat mit den Sponsoren sollte 1 Jahr lang an der Schule veröffentlicht werden.

    Festlegung einer Kontaktperson

    seitens der Schule

    Kontaktaufnahme

    durch den verantwortlichen sportlichen Leiter mit der Schule

    Planung

    der Details durch den sportlichen Leiter (Anzahl der Kinder, Altersklasse, Art des Sportgeländes je nach Witterung sollte eine Sporthalle und/oder ein Sportplatz zu Verfügung stehen) Die Trainer müssen über Allergien und die Einnahme von Medikamenten wie über körperliche Gebrechen informiert werden.

    Entgegennahme der Materialien

    (Trikots, Bälle etc.), die meist im Vorfeld an die Schule gesandt werden

    Vorbereitung der Mittagspause

    Die Kinder müssen ihr Essen und Trinken selbst mitbringen. Für die Trainer sollte nach Möglichkeit Essen und Getränke zu Verfügung stehen. In der Mittagspause müssen die Kinder von ihrer Schule beaufsichtigt werden.

    Fußballspiele oder kleines Turnier

    (je nach Teilnehmeranzahl)

    Fotoshooting, ggf. Autogrammstunde und Verabschiedung der Teilnehmer
  • Unterstützen Sie uns

    Sie können uns dabei helfen, unsere Arbeit auch in Zukunft weiterzuführen. Denn die Aktivitäten unseres kleinen Vereins werden fast ausschließlich aus Mitteln ihrer Freunde, Sponsoren und Förderer finanziert.

    Werden Sie Förderer

    Um unsere Arbeit auf Dauer zu sichern, sind wir auf Menschen angewiesen, die bereit sind, ein Stück des Weges mit uns gemeinsam zu gehen. Als Förderer tragen Sie mit einem regelmäßigen Beitrag dazu bei, unsere Initiativen und Projekte auch für die Zukunft zu sichern.

    Einzelspenden

    Wenn viele Menschen einen kleinen Beitrag leisten, können wir gemeinsam Großes erreichen. Davon sind wir überzeugt. Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie uns tagtäglich in unserer Arbeit.

    Sponsoring

    Selbstverständlich ist auch das Sponsoring im regionalen oder überegionalen Zusammenhang ein wichtiger Pfeiler der Projektfinanzierung. Hierfür stehen diverse Gegenleistungen in Form von werbewirksamen Veröffentlichungen oder Werbeflächen zur Verfügung. Mit Ihrem Sponsoring präsentieren Sie Ihr Unternehmen in einem sozialen Kontext.

     

  • Fußball als Alternative zu „Rumhängen“, Langeweile, Ziellosigkeit und Gewalt

    Die Lebenswelt der Kinder hat sich in den letzten Jahren verändert. Die neuen Umweltbedingungen führen dazu, dass sich das Spiel- und Bewegungsverhalten der Kinder gewandelt hat. Die Kinder spielen vermehrt zuhause und Computer- und Fernsehprogramm  nehmen einen großen Teil der Freizeitgestaltung in Anspruch. Die Kinder werden heute mit unterschiedlichen medialen Reizen überflutet, die den Bewegungsdrang unterdrücken. Wichtige Erfahrungen mit allen Sinnen und mit dem ganzen Körper werden dadurch kaum möglich. 

    Besonders bei den Folgen erkennt man, dass sich motorische Defizite nicht nur negativ auf die Bewegung und die körperliche Leistungen der Kinder auswirkt, sondern auch auf den emotionalen, sozialen, sensorischen und gesundheitlichen  Bereich.  Interaktionen finden in Bewegung statt, durch Aktivität lernt man sich kennen, stärkt das gegenseitige Vertrauen und Engagement für die Gruppe kann aufgebaut werden. Deshalb braucht es in der Öffentlichkeit Möglichkeiten der  Begegnung und Bewegung. Wenn diese Bedingungen nicht gewährleistet sind, fehlen vielfältige Erfahrungen im sozialen Bereich und dementsprechend können soziale Kompetenzen im Alltag nur ungenügend angeeignet werden (vgl. Bundesamt für Sport, 2009). 

    Bewegungsaktivitäten können unter bestimmten Bedingungen die Persönlichkeitsentwicklung und das Selbstkonzept der Kinder und Jugendlichen unterstützen. Richtet man den Fokus auf sozial  benachteiligte Kinder und Jugendliche, dann fällt auf, dass unter den Lieblingsfächern vor allem bei den betroffenen Jungen, der Sport dominiert .(vgl. auch Grzembke 2001 S. 2)

    Dies bietet eine Chance, am Bewegungsinteresse und den damit verbundenen Stärken und Interessen der Kinder anzusetzen. Spiel, Sport und Bewegung kann so im  unmittelbaren Sozialraum zur Identitätsbildung beitragen. Für diese betroffenen Kinder- und Jugendlichen wird dies so zu einer attraktiven Sportgelegenheit und bietet dadurch auch die Chance zum sportlichen  Anschluss. Fußballangebote und Turniere werden häufig in sozialen Brennpunkten zur Toleranz- und Gewaltprävention eingesetzt, dieses um die Kinder und Jugendlichen  „von der Straße zu holen.“ 

    Spielauswirkungen auf die kindliche Seele

    • sozial erwünschte Verhaltensweisen wie Fairness oder Respekt, werden im spielerischen Rahmen erprobt.
    • durch den Vergleich mit anderen Kindern, kann man sein Selbstbild entwickeln. Man sieht sich mit der Identität des anderen konfrontiert und nimmt sich selbst so genauer und anders wahr. Das stärkt das Selbstbewusstsein und gibt Sicherheit.
    • der soziale Charakter von Regelspielen hilft dem Kind beim Stabilisieren der Selbst- und Fremdwahrnehmung.
    • fördert zudem Kooperation, Empathie, und das Gemeinschaftsgefühl.
    • Sport ist ein Feld, indem Emotionen oder auch Aggressionen in sozial verträglicher Weise ausgelebt werden können.

    Durch Fußballspiel als solches, verschafft sich das Kind emotionale und geistige Freiheit. Gemeinsamer Spaß und Vertrauen in den Spielpartner bzw. das Team, stehen im Vordergrund. Ziel des Projekts ist es, Bewegungsräume für  Kinder zu schaffen und Erfolgserlebnisse zu ermöglichen. Das hilft den Kindern dabei, einen positiven Selbstbezug zu entwickeln und bietet somit auch die Chance einer Alternative zu Langeweile, „Rumhängen“, Ziellosigkeit und Gewalt.

    Autorin: Sarah Lang, Kindheitspädagogin (BA)

  • Pädagogik

    Heranwachsende Kinder durchlaufen in ihrer Entwicklung verschiedene Stadien. Sie haben nicht dieselben Bedürfnisse, nicht dasselbe Verhalten, und ihr Wachstum ist auch nicht immer identisch. Aus diesem Grund ist es wichtig, die jeweiligen Eigenheiten und Grundsätze jedes Stadiums der Kindheit bzw. der Jugend, die sich an physischen, physiologischen und psychologischen Aspekten ausmachen lassen, zu kennen.

    Ein Kind ist kein kleiner Erwachsener. Um die beste Vorgehensweise zu wählen, muss der Kindertrainer solche Wachstums- und Entwicklungsschritte berücksichtigen. Er muss die grundlegenden Punkte kennen und wissen, wie er sie in der Praxis umsetzt und berücksichtigt.

    Die physische Entwicklung jedes einzelnen Kindes ist zu berücksichtigen, und es muss gut zwischen chronologischem und physischem Alter unterschieden werden.

    Viele Kinder fangen später als im Alter von 6-8 Jahren, also dem üblichen Einstiegsalter, mit dem Fussball an. Der Trainer muss daher auch das Niveau des Kindes berücksichtigen und eine positive Vorgehensweise wählen, um den Lernprozess zu begünstigen.

    Wichtig ist, dass der Trainer nicht Fußballer trainiert, sondern Kinder betreut, die Fußball spielen.